Kloster
Bei Brüel im Landkreis Parchim im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liegt das Antoniter-Kloster Tempzin.
Das Kloster Tempzin wurde am 7. Juni 1222 in die Welt gerufen. Grüner waren Fürst Heinrich Borwin I, seine Ehefrau Adelheid sowie seine Söhne Heinrich und Nikolaus. Die Gründung erfolgte im Rahmen der Christianisierung Mecklenburgs. Zunächst war das Klsoter Päzeptorei und Hospital. Mutterkloster war as Kloster Grünberg, das in Hessen liegt.
Im Jahr 1306 kam das Kloster zu erheblichen Grundbesitz. Fürst Heinrich von Mecklenburg schenkte ihm den Tempziner See mit den Fischereirechten. Zuvor hatte das Kloster bereits den Auf der Insel Wollin liegenden Ort Schwantust erhalten. 1340 Kam ein Hof von 4,5 Hufen bei der Burg Demmin hinzu. Etwa 50 Jahre später erwarb das Kloster Tempzin den Ort Blankenberg.
Die Präzeptorei Tempzin war dennoch komplett vom Mutterkloster Grünberg abhängig, d.h. die überschüssigen Einnahmen mußten nach dort abgeliefert werden. Der Tempziner Präzeptor Petrus Barlonis bekam 1416 von Papst Johannes XXIII das Privileg, in eigener Entscheidung Ordensbrüder aufnehmen zu können. Damit bekann die Verselbständigung des Kloster. Im Jahr 1391 gründete Barlonis in Mohrkirchen in Schleswig eine Tochterpräzeptorei.
Der Besitz des Kloster Tempzin vermehrte sich seit dem Ende des 14. Jhds. mehr und mehr. Als der Präzeptor Barlonis stirbt, gerät das Kloster Tempzin wieder in die Abhängigkeit des Klosters Grünberg. 1497 protestieren die Mönche von Tempzin hiergegen.
1549 wurde in Mecklenburg der lutherische Glauben festgeschrieben. Ein Jahr später wurde das Kloster säkularisiert. Die Klosterkirche wurde 9 Jahre später in eine Pfarrkirche umgewandelt.
Heute sind die Kirche und weitere Bauten des Klosters Tempzin gut erhalten. Das Warmhaus war zu Anfang des 20. Jahrhunderts eine Schune. Es wurde renoviert und ist nun Begegnungsstätte. Der Wirtschafterbau ist heute eine Pilgerherberge.