Kloster, Orden, Abtei, Mönche - alles über die Welt der Klöster
Pilgerreise, Pilgerweg, Jakobsweg - pilgern zu den schönsten Pilgerzielen der Welt
line decor
line decor
 
 
 
 

 
 

Jerusalem

Jerusalem im heiligen Land ist das Ziel vieler Pilger aus aller Welt - und aus allen Religionen. Jerusalem ist für alle wichtig, für Christen, Moslems und Juden.

Pilgern durch das Neue Testament

Die Pilgerreise und Wallfahrt nach Jerusalem ist für die Christen eine Reise zum Ursprung des Christentums. Die Christen besuchen in Jerusalem die Stätten, an denen Jesus gepredigt und gewirkt hat, wo er das Abendmahl feierte, wo er starb und wo er - der Überlieferung zufolfge, in den Himmel auffuhr. Es sind der Ölberg, der Garten Gethsemane, der Berg Zion, die Via Dolorosa, das Grab.
Die Via Dolorosa, die Straße der Schmerzen, ist die Strecke, die Jesus nach seiner Verurteilung bis zur Kreuzigung vom Amtssitz des Statthalters Pontius Pilatus zur Kreuzigungsstätte auf dem Felsen Golgatha gehen musste. Jesus nahm das Kreuz auf, traf seine Mutter und bekam von Veronika das Schweißtuch. Die Kreuzwegstation in Jerusalem wurden allerdings erst im 18. und 19. Jahrhundert festgelegt, sind also historisch nicht ganz korrekt. Dennoch geht jeder Jerusalem-Pilger den Kreuzweg Jesu.

Grabeskirche Jesu

Die Grabeskirche beherbergt die letzten fünf Kreuzwegstation und ist damit das Ziel der Pilger-Prozession. Die Grabeskirche liegt auf dem Golgathafelsen. Am Eingang der Kirche findet man den Salbungsstein, an dem der Leichnam Jesu für die Bestattung vorbereitet worden sein soll. Die Grabeskirche, wo sich das Grab Jesu befinden soll, ist einer der heiligsten Orte der Christenheit.
Die christlichen Pilger hier sind jedoch nicht nur Katholiken oder Protestanten. Auch griechisch-orthodoxe Christen, armenische Christen, Kopten, Syrer und Abessiner besuchen die Grabeskirche. Für die orthodoxen Christen ist es die Auferstehungskirche.

Die Pilgerfahrten nach Jerusalem begannen im 4. Jahrhundert. Im Jahr 333 wanderte und pilgerte ein Pilger von Bordeaux aus auf dem Landweg ins Heilige Land nach Jerusalem. Ein lateinisches Reisehandbuch hält seine Route fest. Seither pilgern Tausende von Menschen zu den Ursprüngen ihrer Religion.

St.-Anna-Kirche

Die Kreuzzüge unterbrachen den Pilgerstrom. Die Kreuzritter wollten die heiligen Stätten von den Moslems zurückerobern. Sie scheiterten. Aus jener Zeit aber stammt die St.-Anna-Kirche in der Altstadt Jerusalems. Im Jahre 1142 wurde sie von Christen und Moslems an der Stelle errichtet, wo da Elternhaus Marias vermutet wurde. Später nutzten Moslems die Kirche 700 Jahre lang als Moschee. Vor der Kirche liegt der Teich Bethesda. Dort soll Jesus einen Lahmen geheilt haben. Die St.-Anna-Kirche ist heute eine wichtige Pilgerstation.

Der Berg Zion

Der Berg Zion liegt südlich der Altstadt Jerusalems. An seiner Anhöhe soll Jesus das Abendmahl gefeiert haben. Die Pilger kommen durch das Zionstor im jüdischen Viertel.

Der Ölberg liegt im Osten der historischen Altstadt Jerusalems. Dort befindet sich der große jüdische Friedhof.

Pilger des christlichen Glaubens besuchen in Jerusalem das Mariengrab aus dem 12. Jahrhundert, das Grab Josephs und die Himmelfahrtskapelle, die an der Stelle errichtet worden ist, an der Jesus in den Himmel aufgefahren sein soll. Der Garten Gethsemane ist ebenfalls nicht weit. Auch er befindet sich auf dem Ölberg. Hier war Jesus mit seinen Jüngern zusammen, bevor Judas ihn verriet. An der Stelle, an der Jesus in Todesangst gebetet haben soll, steht heute die Kirche der Nationen.

Jerusalem als Pilgerziel für Christen, Juden und Moslems

Jerusalem ist das Pilgerziel auch anderer Religionen. Christliche, jüdische und muslimische Pilgerstätten liegen eng beisammen. Die Heiligtümer der Juden und Moslems sind eng mit biblischen Erzählungen verbunden.
So ist der Tempelberg für Moslems das wichtigste Heiligteim nach Mekka und Medina. Denn es war Kalif Abdul Malik Ibn Marwin, der 691 den Felsendom auf diesem Hügel erbauen lies, an der Stelle, an der Mohammed auf seiner Stute Al Burak in den Himmel gefahren sein soll.

Das unmittelbare Nebeneinander der Religionen bring also Gefahren. Gerade der Tempelberg ist ein gutes Beispiel für das Nebeneinander der Religionen, denn für sowohl für Christen als auch für Moslems hat er eine hohe Bedeutung.
Es war der Tempelberg, auf dem Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte. Es war der Tempelberg, auf dem Salomon den ersten Tempel errichtete, der 587 v. Chr. von Nebukadnezar zerstört wurde. Der zweite Tempel der Juden stand 520 v. Chr. dort, wo heute der Felsendom steht. Heute sieht man dort nur noch die Klagemauer, die ehemalige Einrahmung am Fuß des Tempelbergs. Diese Klagemauer ist die wichtigste Kultstätte der Juden, die aus aller Welt dorthin pilgern.
Die Christen besuchen den Tempelberg, weil dort Jesus beschnitten wurde, er dort als zwölfjähriger Junge mit den Schriftgelehrten disputierte. Er vertrieb dort die Händler und Geldwechsler und er lehrte auch im Tempel.
Jesus ist aber auch im Koran nicht unbekannt. Dort wird er Isa bin Maryam, Jesus, Sohn der Maria genannt und ist ein Prophet.

Infos für Jerusalem-Pilger

Ganz ungefährlich ist der Besuch Jerusalems in der heutigen Zeit nicht. Das Auswärtige Amt rät zur Vosicht. Diese sollte man vor allem an den islamischen und jüdischen Feiertagen walten lassen. Wenn es zu Anschlägen extremistischer Gruppen kommt, richten sich diese meist gegen öffentliche Verkehrsmittel und Orte mit hoher Besucherfrequenz, z.B. Einkaufszentren oder Restaurants. In Jerusalem gibt es viele Sicherheitsvorkehrungen.

Haupt-Pilgerzeit für Jerusalem ist ohne Frage Ostern. Dort findet am Karfreitag die traditionelle Kreuzwegprozession statt. Doch auch an jedem anderen Freitag ziehen ab 15.00 Uhr bzw. im Sommer 16. 00 Uhr Franziskaner mit dem Kreuz auf der Via Dolorosa bis zur Grabeskirche.

www.austrianhspice.com bietet als österreichisches Hospiz günstige Unterkunftsmöglichkeiten direkt an der Via Dolorosa an.