Bettelorden

Der Benediktiner Orden

Zu den Bettelorden zählen hauptsächlich die Dominikaner und die Franziskaner. Diese Orden wurden in einer Zeit gegründet, als die Kirche gegen die Ketzer vorging.

Dominikaner

Die Franziskaner und später auch die Dominikaner versuchten direkt in den unteren sozialen Schichten der Bevölkerung die Not zu lindern und das Ketzertum zu unterbinden.

Wie kam es, dass sich die ketzerische Bewegung verbreiten konnte? Der Grund lag im gesellschaftlichen Wandel und in der Verlagerung der Bevölkerung vom Land in die Stadt. Die soziale Schere klaffte weit auseinander Die Kirche war nicht in der Lage, auf diese Veränderung zu reagieren. Seelsorge und Priester lebten in den Klöster, die sich fernab der Städte befanden. Die Weltgeistlichen waren entweder nur schlecht ausgebildet oder gar nicht vorhanden. In den Städten gab es keine Pfarrer, sondern lediglich Kaplaneien. In diese Lücke traten jetzt Dominikus und Franziskus mit ihren Anhängern. Sie predigten in den Städten, überall dort, wo die Menschen ihnen zuhörten. Sie waren Seelsorger, Lehrer und Helfer. Sie lebten von dem, was man ihnen dafür spendete. Daher rührt der Begriff Bettelorden her. Zunächst waren die Prediger nicht an ein Kloster gebunden, doch da die Nachfrage nach ihren "Dienstleistungen" groß war, entstanden bald Klöster in den Städten und auch Kirchen. Es entstanden zunächst Dominikanerklöster.

Franziskaner

Die Franziskaner, die auf Franz von Assisi zurückgehen, taten sich mit der Gründung von Klöstern hingegen schwer. Denn Franz von Assisi hatte schon zu Lebzeiten jegliches Eigentum abgelehnt und dies in seinem Testament bekräftigt. Einige Franziskaner versuchten das zu umgehen, indem die Franziskanerklöster direkt dem Heiligen Stuhl zu Eigentum überschrieben wurden. Doch anderen Franziskanern gefiel diese Lösung nicht. So kam es im 13. Jahrhundert zum Observantenstreit. Er drehte sich um die Frage, ob die Regel des heiligen Franz von Assisi einzuhalten sei oder nicht. Die Spiritualen beharrten auf einer strengen Auslegung der Regel, die Konventualen akzeptierten hingegen das Leben in einem Klosterkonvent. Der Franziskanerorden spaltete sich aufgrund dieses Streites. Franziskaner und Dominikaner leisteten durch ihre Predigten, mit denen sie die Menschen auf der Straße ansprachen, wertvolle Dienste für die Kirche, die an Glaubwürdigkeit verloren hatte.