Open Doors: Organisation gegen Christenverfolgung

Es gibt viele Länder, in denen Christen verfolgt werden, so wie die Kopten zur Zeit in Ägypten. Das kann man dem Weltverfolgungsindex entnehmen, der in dieser Woche von der Organisation Open Doors veröffentlicht wurde. Open Doors ist ein Hilfswerk für verfolgte Christen. Nachfolgend die ersten zehn von 40 Plätzen:

Nordkorea befindet sich zum neunten Mal nacheinander auf Platz eins der Länder, die Christen verfolgen. In dem diktatorisch geführten Land gibt es keine Existenzberechtigung für Christen. Im Jahr 2010 wurden hunderte von Christen verhaftet. Laut Open Doors sind einige getötet, andere in Lager deportiert worden.

Der Iran steht auf Platz zwei der Länder, die Christen am rücksichtslosesten verfolgen. Im Jahr 2010 kam es Open Doors zufolge zu Verhaftungswellen. Die Geheimpolizei überwachte viele Gottesdienste. Trotz der Verfolgung ist die iranische Kircha auf 450.000 Christen angewachsen. Hunderte von Bibeln sind letztes Jahr von Sicherheitskräften verbannt worden.

In Afghanistan hat sich die Situation der Christen im Jahr 2010 verschlechtert. Besonders Christen muslimischer Herkunft standen stark unter Druck. Zum Christentum übergetretene ehemalige Muslime wurde mit Gewalt oder Ermordung gedroht. Im August töteten Taliban christliche Entwicklungshelfer.

In Saudi-Arabien existiert keine Religionsfreiheit. Das wahabitische Königreich hat nur den Islam als Religion zugelassen. Nicht Muslime, die privat Gottesdienst abhalten, werden von der Religionspolizei verhaftet. Ihnen drohen Auspeitschung, Inhaftierung, Folter und Abschiebung.

Die Nächsten Plätze auf dem Index nehmen die Länder Somalia, die Malediven, Jemen, Irak, Usbekistan und Laos ein. Besonders negativ fällt der Irak auf. Dort hat sich die Lage der Christen stark verschlechtert. Es gab hohe Zahlen von Gewalttaten. Im Oktober 2010 wurde Christen in einer Kirche in Bagdad als Geiseln gehalten und 58 davon getötet. Das war der ärgste Anschlag auf einheimische Christen seit dem Beginn der  Kampagne der islamischen Extremisten im Jahr 2003.

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