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Glaubenskongregation hat neuen Chef

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    Neuer Präfekt der Glaubenskongregation der katholischen Kirche ist Bischof Müller. Er wurde von Papst Benedikt XVI. hierzu berufen und ist damit oberster Glaubenshüter der katholischen Kirche.  Seit 2007 gehörte er diesem Gremium bereits an. Gleichzeitig wurde er jetzt zum  Erzbischof ernannt.
    Der Papst selbst hatte vor seiner Amtszeit diesen Posten mehr als zwei Jahrzehnte inne.

    Erzbischof Müller gilt als Hardliner im Klerus.  Er lehnt grundlegende Reformen in der katholischen Kirche ab und folgt streng der offiziellen Linie der Amtskirche.  Er ist strikt gegen Frauen im Priesteramt und auch gegen eine Lockerung des Zölibats. Kirchenkritikern gegenüber findet er harte Worte.  Reformgruppen in der katholischen Kirche sei eine „parasitäre Existenzform“. Er sei, so sagt er über sich selbst, nicht konfliktsüchtig, aber auch nicht harmoniesüchtig. Beim Thema sexueller Missbrauch durch Priester sieht er keine Verantwortung der Kirche. Er sagte: „Wir haben keinen umfassenden Missbrauchskomplex, sondern wir haben verteilt über Jahrzehnte Einzelfälle.“ Nicht die Kirche, sondern die jeweiligen Täter seien verantwortlich.
    Der 1947 in Mainz geborene Müller wurde 1978 zum Priester geweiht. Im Jahr 1985 habilitierte er. Das Thema war „Gemeinschaft und Verehrung der Heiligen. Geschichtlich-systematische Grundlegung der Hagiologie“. Er lehrte an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität Dogmatik. Er ist dort bis heute Honorarprofessor.
    Die katholische Deutsche Bischofskonferenz freute sich über diese Entscheidung. Der Kirchenkritiker und Tübinger Theologe Hans Küng sprach von einer katastrophalen Fehlbesetzung.
    Glaubenskongregation
    Im Jahr 1542 gründete Papst Paul III die Congregatio Romanae et universalis Inquisitionis, die Kongregation für die Glaubenslehre. Sie ist die wichtigste Vatikanische Behörde und Nachfolgerin der Heiligen Inquisition, die in früheren Jahrhunderten für die Reinheit des Glaubens mit Gewalt gegen Andersgläubige und Kirchenkritiker vorging.
    Papst Johannes Paul II bezeichnete 1988 die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen als Aufgabe der ältesten der neun Kongregationen der römischen Kurie.
    Die Glaubenskongregation hat auch die Pflicht, lehramtliche Dokumente zu schreiben, gegen religiöse Abweichungen innerhalb der Kirche vorzugehen und Sanktionen zu verhängen.
    Eine der bekanntesten Entscheidungen der katholischen Glaubenskongregation war ihr Vorgehen gegen den Tübinger Theologen Hans Küng, dem 1979 die kirchliche Lehrbefugnis entzogen wurde.

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