Donum vitae wird von katholischen Laien unterstützt

In jedem Bistum gibt es zahlreiche Donum-vitae-Vereine.  Donum vitae ist einVerein von katholischen Bürgern, der die Sicherstellung einer Schwangerschaftskonfliktberatung mit dem Ziel, sich für den Schutz des menschlichen Lebens, namentlich den Schutz des Lebens ungeborener Kinder einzusetzen und Frauen in Schwangerschaftskonflikten mit Rat und Tat nahe sein zu wollen, verfolgt.Donum vitae heißt „Geschenk des Lebens“.

Papst Johannes Paul II.hatte im Jahr 1999 den katholischen Beratungsstellen die Ausstellung eines Beratungsscheins untersagt, weil dieser Schein eine Voraussetzung für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch ist. Das Beratungsangebot der katholischen Kirche war somit nicht mehr ergebnisoffen; Rat suchende Schwangere hätten somit bei  einer Entscheidung gegen die Schwangerschaft eine weitere Beratungsstelle aufsuchen müssen, die ihnen eine Bescheinigung ausstellen kann. Die bisherigen katholischen Beratungsstellen verloren durch das Verbot des Papstes die staatliche Anerkennung, setzten ihre Beratungstätigkeit jedoch ohne die Ausstellung des Beratungsscheins fort. Der Verein Donum vitae ist in die Lücke getreten und versucht, das fehlende Angebot seitens der katholischen Kirche durch eigene Beratungsstellen (mit Schein) auszugleichen.

Der frühere bayerische Kultusminister und langjährige ZdK-Vorsitzende und Theologieprofessor Hans Maier hat seine Memoiren veröffentlicht und tritt darin für eine Schwangerenberatung ein, die die Option für die Tötung des ungeborenen Kindes beinhaltet. Mit diesem Argument untersagte ihm der Regensburger Bischof Müller, in Regensburger Kirchenräumen aus seiner Autobiografie zu lesen. Der Einsatz Maiers für das gesetzliche deutsche Beratungssystem in Schwangerschaftskonflikten sei ein System, dass dem gewaltsamen Tod Ungeborener die Türen öffnete.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken kritisierte dieses vorgehen des Klerus, und zwar in scharfem Tonfall. Da kommen Erinnerungen an die Konfrontation zwischem dem deutschen katholischen Laien und der Kirchenleitung in Rom Ende der 1990er Jahr hoch. Damals wurde um den richtigen Umgang der Kirche mit der Schwangerenberatung innerhalb eines weitgehend liberalisierten Rechtssystems gerungen. Dieser Konflikt ist auch Thema der Memoiren Maiers. Dort schildert er, wie er sich seinerzeit mit Joseph Ratzinger, damals noch Präfekt der Glaubenskongregation, heute Papst, überwarf – obwohl beide einmal Freunde waren.

Nachdem Papst Johannes Paul II die deutschen Bischöfe ultimativ zum Austieg aus dem gesetzlichen Schwangerschaftskonfliktberatungssystem aufgefordert hatte, gründeten sie den Verein Donum vitae. Dieser stellt nach der Beratung auch den Schein aus, der Voraussetzung für eine legale Abtreibung ist.

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