Mahlzeiten im Kloster

Das Refraktorium ist der Ort im Kloster, in dem die Mahlzeiten im Kloster eingenommen werden. Das Wort Refraktorium leitet sich vom lateinischen Wort refectio ab, was Wiederherstellung, Labung, Erholung bedeutet. Die Einnahme dier Mahlzeiten im Kloster gehört zum Leben im Kloster .

Die Mönche oder Nonnen nehmen ihre Mahlzeit schweigend ein. Im Mittelalter war es üblich, einen  Mönch, der das Schweigen brach, zu bestrafen. Die Strafe konnte der Entzug von Essen oder Getränk oder auch eine körperliche Züchtigung sein. Ein Mönch oder eine Nonne liest beim Essen von einem leicht erhöhten Sitzplatz aus vor, nicht unbedingt religiöse Texte; in der heutigen Zeit wird auch aus der Zeitung vorgelesen. In manche Orden werden die Mahlzeiten nicht gemeinsam eingenommen. Bei den Kartäusern beispielsweise isst jedes Klostermitglied in seiner Zelle für sich. Lediglich am Sonntag speist man gemeinsam im Refraktorium. Je nach Kloster und Orden werden die Mahlzeiten dreimal oder auch nur zweimal am Tag eingenommen. Die Zisterzienser im Mittelalter aßen  zur Winterzeit nur einmal am Tag. In der Fastenzeit fand dieses Mahl abends statt.
Zu den Mahlzeiten werden Getränke gereicht: Wasser, Wein oder auch Bier.

In der früheren Zeit aß man unter der Woche nur Geflügel als Fleisch, nur zu den Festtagen gab es Fleisch von vierfüßigen Tieren, es sei denn, man war krank. Fisch aß man nur in der Fastenzeit.