Kräuterkunde

Die Kräuterkunde ist ein wichtiges Element der Klostermedizin, wenn nicht das Hauptelement.

Im 12. Jahrhundert kam es erstmals zur Einrichtung einer akademischen Medizinschule in Salerno in Italien, welche unmittelbar aus der Klostermedizin der Mönche der Benediktiner geboren wurde.

Bevor Gutenberg den Buchdruck erfand, musste sich die Wissenschaft auf mündliche oder handschriftliche Überlieferungen stützen. Die Regel des Benedikt, die den Mönchen eine Verpflichtung zum Lesen, Schreiben und zum Studium auferlegte, gewann so eine herausragende Bedeutung für den Erhalt des abendländischen Medizinwissens. Es waren also die Mönche, die medizinische Texte kopierten und übersetzen und auch auf den aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnis brachten, nicht nur eigene Werke, sondern auch medizinische Werke anderer Autoren.

Nach dem oben beschriebenen Aufkommen von akademischen Medizinschulen blieb die medizinische Tätigkeit der Mönche auf das Kloster und seine Umgebung beschränkt. Dort hat die Klostermedizin überlebt und stellt heute eine willkommene Ergänzung der modernen Medizin - vor allem im Bereich der Vorbeugung - dar. Grundlage sind hier nach wie vor die Heilkräuter der Natur.