Ayurveda

Ayurveda bedeutet "Wissen über das lange Leben". Sie ist die traditionelle indische Heilkunst mit ganzheitlichem Ansatz, die die Natur und religiöse Philosophie zusammenfügt. Entstanden ist die Heillehre um ca. 500 v. Chr. Ayurveda geht von den Doshas, von unterschiedlichen Energien oder Lebenssäften aus. Man spricht auch von Temperamenten. Es gibt Vata, Pitta und Kapha. Vata ist der Wind, die Luft, Pitta ist das Feuer mit dem Wasser und Kapha die Erde mit dem Wasser.

Jeder Organismus beherbergt alle Doshas, aber es dominiert meist einer oder zwei. Ist der Organismus gesund, so befinden sich die Doshas im Gleichgewicht. Bei einer Erkrankung gilt es herauszufinden, welche der Energien dominiert. Davon ist die Behandlung abhängig. Die Erkrankung muss verstanden und ungesunde Lebensgewohnheiten müssen abgelegt werden. Ayurveda beinhaltet eine spezielle Ernährungslehre, die auf die Doshas und ihr Verhältnis abgestimmt ist. Wir erkennen schon, dass Ayurveda, was die Lehre von den Doshas anbelangt, mit der Vielsäftelehre übereinstimmt. Die Ayurvedische Ernährungslehre kennt über die individuellen Ernährungsempfehlungen auch allgemeine Empfehlungen, die für jeden Dosha-Typ gelten: Essen, nur wenn ein Hungergefühl vorhanden ist, auf Zwischenmahlzeiten soll verzichtet werden. Zwischen den Mahlzeiten sollten mindestens 3 Stunden liegen. Bei Stress und Unruhe sollte man nicht essen. Die Hauptmahlzeit sollte mittags liegen und man sollte sich nie völlig satt essen. An die Lebensmittel werden die Anforderung von Frische und Naturbelassenheit gestellt. Die ayurvedische Ernährungslehre empfiehlt, zu jeder Mahlzeit alle sechs Geschmacksrichtungen zu kosten, also sauer, salzig, herb, bitter, scharf und süß.