Wie lange soll man ins Kloster auf Zeit gehen?

Wenn einem Klosteraufenthalt auf Zeit die Motivation eines Abschaltens zugrundeliegt, so sind die Antworten auf diese Frage personenbezogen sehr unterschiedlich.

Wie lange soll das Abschalten dauern? Ein paar Tage? Ein paar Wochen oder gar Monate? Wie schnell kann der einzelnen in der persönlichen Situation, in der er grade steckt, abschalten? Die Lebenssituation, sein Alter, seine Vorerfahrungen, sein Berufsleben sind hier entscheidend.

Eine Zeitspanne für ein Kloster auf Zeit von unter einer Woche kann nicht angeraten werden. Ein (verlängerter) Wochenendaufenthalt kann allenfalls eine Orientierung bringen und eine Hilfe auf die Frage nach der Dauer eines Klosteraufenthalts .

Ist man sich also darüber im Klaren, dass ein Kloster auf Zeit mindestens eine Woche dauern sollte, so kommt als nächstes die Frage: wann ist der richtige Zeitpunkt und wie lange genau soll nun der Aufenthalt im Kloster sein?

Hat man aktuell persönliche Probleme und möchte man mit diesen ins Kloster "flüchten", so kann das nur funktionieren, wenn man hinter den Klostermauern auch Hilfe bekommt, was wiederum einen längeren Aufenthalt voraussetzt. Hilfe bedeutet ein therapeutisches Programm - und dieses wird nur von wenigen Klöstern angeboten.

Zur genauen Dauer des Aufenthalts:
nur eine Woche - ist ausreichend, wenn man einfach nur einmal abschalten, die Ruhe genießen möchte.

länger als eine Woche - empfiehlt sich, wenn man meditieren und in Begleitung der Mönche spirituelle Erlebnisse erfahren möchte.

Auch das persönliche Umfeld sollte bei der Entscheidung für einen längeren Klosteraufenthalt berücksichtigt werden. Wem will man mitteilen, dass man für eine Zeit ins Kloster geht? Wird man sich mit Vorurteilen auseinander setzten können und wollen?

Bei der Planung eines zeitlichen Klosteraufenthalts sollte man auch daran denken, dass das Klosterleben nach einer anderen Uhr abläuft, als das Leben vor den Klostermauern . Beispielsweise steht man dort sehr früh auf und geht sehr zeitig ins Bett. Hieran muss man sich gewöhnen - und auch das braucht Zeit. Hierfür zwei Wochen anzusetzen ist nicht verkehrt.

Will man also am meditativen Klosterleben der Mönche wirklich teilhaben, so sollte man einen Zeitraum für seinen Klosteraufenthalt veranschlagen, der zwei Wochen überschreitet.