Die Ordenstracht - das Habit

Das Habit ist die einheitliche Ordenskleidung der Mönche und Nonnen. Dadurch bekennen sie sich äußerlich zur Gemeinschaft. Das Habit soll einfach sein und Demut und Bescheidenheit symbolisieren. Volkstümlich bekannt ist lediglich die Kutte.

Jeder Orden hat sein eigenes Habit, seine eigene Ordenstracht , die ihn von anderen Orden unterscheidet. In der Regel findet man eine Tunika oder ein Talar als Unterkleid, die mit einem Gürtel, dem Zingulum, zusammengebunden wird. Der Gürtel der Franziskaner ist ein einfacher Strick, der drei Knoten enthält. Dies stellen Armut, Keuschheit und Gehorsam dar. Die Kukulle ist ein weites Obergewand mit einer Kapuze; man findet die Kukulle bei vielen Orden. Hat ein Mönch die Kapuze auf, so will er damit mitteilen, dass er nicht wünscht angesprochen zu werden.
Das Skapulier ist ein weiter Überwurf, der über der Tunika getragen wird. Sie dient dazu, die Unterkleider bei der Arbeit vor Schmutz zu schützen.
Das Material, aus dem das Habit gefertigt ist, ist Leinen oder Wolle, je nach Jahreszeit.

Vom Alltagsgewand der Mönche  und Nonnen ist ihr Reisegewand zu unterscheiden. Es besteht aus besseren Stoffen. Das Reisegewand muss nach der Reise aber wieder abgegeben werden.
Hier einige Beispiele zu den Farben der Ordensgewänder:
Benediktiner tragen schwarze Gewänder, Kartäuser und Zisterzienser haben weiße Gewänder, Franziskaner sieht man in Braun, Dominikaner in Schwarz-Weiß.
Seit dem 12. Jahrhundert kann man beobachten, wie sich die unterschiedlichen Habite, Ordensgewänder, entwickelten, denn das war die Zeit, in dem sich auch unterschiedliche Orden herausbildeten.
Nonnen halten ihren Kopf immer bedeckt. Sie tragen ein Kopfgebinde mit einem Schleier. Bei manchen Orden ist es Vorschrift, dass kein Haar mehr hervorschaut. In manchen Orden muss das Haar hochgesteckt werden und man trägt darüber nur eine leichte Kopfbedeckung.
Es gibt jedoch auch Orden, die kein Habit haben, beispielsweise die Jesuiten. Bei anderen Orden legt man die Ordenskleidung nur zu Feierlichkeiten an.