Hallo liebes Forum,

vielen von Euch kennen sicherlich das Gebet "Von Guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen - und ganz gewiß an jedem neuen Tag". Es wurde von dem Theologen Dietrich Bonhoeffer verfasst, der 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet wurde. Dabei handelt es sich um ein überkonfessionelles Gebet.

Die Frage, die aufgetaucht ist: Dürfen Schüler in einer staatlichen Gemeinschaftsschule zu Unterrichtsbeginn ein gemeinsames Gebet sprechen? So geschehen im rheinischen Korschenbroich. Daraufhin hatte sich eine Mutter beschwert, dass ihr Kind zum Unterrichtsbeginn ein Gebet des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer beten sollte. Das Schulamt erließ daraufhin eine Verfügung, die das tägliche Beten untersagte.
Das Schulministerium in NRW will das Verbote wieder aufheben - unter Berücksichtigung eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts. Danach ist ein freiwilliges Gebet an Gemeinschaftsschulen zulässig.
Selbstverständlich darf kein Kind gegen seinen oder den Willen seiner Eltern zum Schulgebet gezwungen werden - erklärte das Schulministerium. Die Schule müsse dann sicherstellen, dass der Schüler dem Gebet in zumutbarer Weise ausweichen kann bzw. das Gebet einfach nicht mitspricht.
In § 12 der Verfassung NRW ist verankert, dass Kinder in Gemeinschaftsschulen auf der Grundlage christlicher Bildungs- und Kulturwerte in Offenheit für das christliche Bekenntnis erzogen werden.
Die Katholische Elternschaft, KED, sah in dem Verbot des Schulamts einen Skandal.