Hallo,
was ist eigentlich aus dem Verfahren gegen Pfarrer Fliege geworden? Die Evangelische Kirche ist ja wegen Esoterik-Verdachts gegen ihn vorgegangen. Er ist ja vom Fernseh-Zugpferd zum schwarzen Schaf geworden. Mit flapsigen Äußerungen und fragwürdigen Produkten ist er bei der Evangelischen Kirche im Rheinland aufgelaufen. Sie hat nun ein Disziplinarverfahren gegen den Pfarrer im Ruhestand eingeleitet. Es bestehe der Verdacht, so war zu lesen, dass der Pfarrer gegen seine Amtspflichten verstoßen habe. Die Kirche beruft sich dabei auf das Pfarrdienstgesetz, dass die Pfarrer auch in ihrer Lebensführung ihrem Auftrag verpflichtet. Bei Verstößen können z.B. Bezüge gekürzt werden.
In der Presse war zu lesen, dass Fliege diesen Schritt der Kirche bedauere und kritisiere, dass die Kirche zuvor kein Gespräch mit ihm gesucht habe.
Stein des Anstoßes war offenbar eine "Fliege-Essenz", die der Pfarrer vermarktet hatte. Für kanpp 40 Euro plus Versand konnte man 95 ml einer Flüssigkeit kaufen, die der Pfarrer durch Handauflegen mit Trost und Kraft aufgeladen haben will. Die Werbung sagte, dass die Essenz "unserer Seele ordnende Informationen" schenke.
Die Sektenexpertin Ursula Caberta kommentierte dies mit den Worten, dass Fliege vom evangelischen Pastor zum Esoteriker mutiert sei. Aus der Kirche war daraufhin der Vorwurf laut geworden, Fliege verkaufe den Segen Gottes. Fliege erklärte daraufhin, die Kirche handele nicht anders. Der Segen Gottes sei kostenlos, das Weitergeben des Segens durch die Kirche aber nicht. Segen sei in seiner Kirche selbstverständlich käuflich zu erwerben, auch wenn es ihr schwerfalle, das zu sehen und dazu zustehen. Ohne steuerpflichtiges Mitglied in der Kirche zu sein, gebe es keinen kirchlichen Segen bei der Trauung oder Beerdigung.
Wer weiß neues? Wie ist der aktuelle Stand?
Viele Grüße,
Tim