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  1. #11
    Peter ist offline Benutzer
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    Standard Objektive Berichterstattung nötig

    Hallo liebes Forum,

    ich finde die Meinung, die Siard hier vertritt, und die sich offensichtlich an Tatsachen und nicht nur Mutmaßungen und Vorurteilen orientiert, gut und kann ihm nur beipflichten.

    Liebe Grüße

  2. #12
    Traumatisiert ist offline Neuer Benutzer
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    Standard

    "Die Kirche muss sich öffnen"

    ... liest man immer wieder als Forderung. Die Kirche ist aber nicht nur "da oben in Rom", sondern vor Ort. Insbesondere da kann sie die Menschen erreichen, die jetzt Seelsorge brauchen. Ich würde mir wünschen, dass allerorten die Pfarrgemeinden, die Ordenshäuser und auch die Bischöfe offensiv nach außen auftreten und die Menschen einladen, ihre Wunden vorzuzeigen und ihnen als Seelenbalsam heilend die Hände auflegen. Immer wieder, nicht nur einmal und dann "gut ist´s...". Nur auf die offiziellen Stellungnahmen der Gesamtkirche zu warten, ist zu wenig und verspielt Chancen.

    Die Kirche vor Ort hat jetzt die unglaubliche Chance, das gesamtgesellschaftliche Ruder rumzureissen. Nachdem schon Bischöfin Käßmann es vorgemacht hat, kann hier auch die katholische Kirche die Menschen verblüffen - indem die Kirche vormacht, was unserer Gesellschaft abhanden gekommen ist, insbesondere unseren Politikern und Wirtschaftsgrößen. Nämlich unter Hintenanstellung der eigenen Interessen Verantwortung zu übernehmen, so wie man es eigentlich von Vorbildern erwartet.

    Unter Inkaufnahme ihrer völligen Demontage stellt sich die Kirche ihrer Kernaufgabe - nämlich der Seelsorge für schwer verletzte Menschen! Und riskiert dafür, von der Presse und politischen Trittbrettfahren vollkommen verissen zu werden.

    Doch diese Demonstration, die Nachfolge Christi ernst zu nehmen, wird der Kirche viel mehr Glaubwürdigkeit und Neuanfang verschaffen, als die derzeitige Medienhatz zu zerstören vermag. Nur - dafür muss diese Authentizität auf auf "kleiner" Ebene ankommen. Vor Ort, in den Gemeinden, in den Bistümern, und vor allem in den Publikationsorganen der Kirche (Printmedien, Foren, Internetauftritt), wo z.T. noch erbittert nach Mixa-Manier um sich geschlagen und scharf geschossen wird. All diejenigen, die sich dort erbittert "verteidigen" und Schuld und Sühne nur nach einfachem menschlichen Schema verstehen, haben die Riesenchance für unsere Kirche und Gesellschaft noch nicht begriffen.

  3. #13
    Gast ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Papst entschuldigt sich für die Mißbrauchsfälle

    Hallo liebe Forumsgemeinde,

    nun kann man es in den Zeitungen lesen: der Papst bekennt sich zur Verantwortung der der Kirche und bittet die Missbrauchsopfer um Vergebung. Es war also ein klares Wort des Papstes zu den Missbrauchsskandalen in der Kirche. Benedikt XVI nutzte die Predigt bei der Messe zum Abschluss des Priesterjahres zu einer Vergebungsbitte für die Vergehen von katholischen Geistlichen an Minderjährigen un den Aufruf, dass sich derartiges nicht wiederholen dürfe.
    Der Papst wörtlich: "So ist es schehen, dass gerade in diesem Jahr der Freude über das Sakrament des Priestertums die Sünden von Priestern bekannt wurden - vor allem der Missbrauch der Leinen, in dem das Pristerum als Auftrag der Sorge Gottes um den Menschen in sein Gegenteil verkehrt wird. Auch wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen; das wir bei der Zulassung zum priesterlichen Dienst und bei der Formung auf dem Weg dahin alles tun werden, was wir können, um die Rechtheit der Berufung zu prüfen .... So sehen wir das Geschehene als Auftrag zur Reinigung an, der uns in die Zukunft begleitet un der uns erst recht die große Gabe Gottes erkennen un lieben läßt. So wird sie zum Auftrag, dem Mut un der Demut Gottes umt unserm Mut und unserer Demut zu antworten ... "
    Bei der Predigt waren etwa 15.000 Geistliche auf dem Petersplazt versammelt, die applaudierten.
    Kircheninsider hatten vorhergesagt, dass Papst Benedikt XVI zum Ende des Priesterjahres in grundsätzlicher Form auf die Skandale in der Kirche eingehen würde. Die Enthüllungen über teilweise viele Jahrzehnte zurückliegende Vergehen ereigneten sich genau im Kampagnenjahr, mit dem die Kirche angesichts von Nachwuchsmangel und Arbeitsüberlastung die Kleriker bestärken und ermutigen wollte. Sie wollte den geistlichen Beruf für junge Menschen attraktiv machen.
    Papst Benedikt XVI stellte aber klar, dass der Missbrauchsskandal das Priesterjahr zwar überschattet, aber nicht zerstört habe. Denn dieses Jahr sei nicht als Eigenlob für menschliche Leistungen der Kleriker geplant gewesen, sondern die Priester sollten die Liebe und Fürsorge Gottes für die Menschen deutlich machen, trotz aller Schwächen.
    Der Papst ging nur als Theologe auf die Missbrauchsfälle ein. Er sagte nichts zu rechtlichen oder kirchenrechtlichen Einzelheiten. Neue Vorschriften wurden von ihm ebenfalls nicht angekündigt. Dies war aber auch bereits durch die zuständigen Ministerien des Vatikans geschehen. Die kirchenrechtliche Normen für das Vorgehen bei Missbrauchsfällen stammen aus dem jahr 2001. Sie sind sehr weitreichend und sollten jetzt aber nochmals konkretisiert werden.
    Der Papst hatte sich auch bereits in einem Brief an die irischen Katholiken umfassend mit dem Thema auseinandergesetzt. Ihm war allerdings vorgeworfen worden, dass er nicht deutlich genug gemacht habe, dass seine dortigen Ausführungen nicht auf Irland beschränkt gewesen seien, sondern generell gelten sollten.
    Der Papst warnte in seiner Predigt vor falscher Toleranz und unangemessener Nachsicht. Wenn ein für das priesterliche Leben unwürdigendes Verhalten geduldet werde, sei dies kein Zeichen von Liebe. Dies wurde als Anspielung auf Vertuschungspraktiken verstanden. Er erklärte, dass auch die Kirche den Stock des Hirten gebrauchen müsse.
    Fazit: Die Predigt zum Priesterjahr gilt bei Kritikern als herausragender Beitrag zur Aufarbeitung der Missbrauchsthematik.
    So, und ihr seid nun auf dem neusten Stand.

    Viele Grüße,

    Martin

  4. #14
    Gast ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Vergebungsbitte des Papstes

    Hallo,

    ja, es scheint sich etwas zu bewegen. Viele Gläubige erwarten aber nun eine fundamentale Reformdebatte, die eine tiefere theoligische Besinnung mit sich bringt als ein paar neu justierte Stellschrauben in der Priesterausbildung. Denn Betroffenheit ist eine Sache, konkrete Maßnahmen sind die andere Sache. Es muss ein Perspektivwechsel zugunsten der Opfer her. Das sakrosankte Kirchen- und Prieserbild muss durch einenb neutralen Blick für die Wirklichkeit der Kirche ersetzt werden.

    Gruss

    Martina

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