Hallo liebes Religionsforum,
der Papst ist dabei, seine Popularität in England auszubauen, wo er ja in den letzten Tagen weilte. So besuchte er die Westminster Kathedrale und verurteilte dort den sexuellen Mißbrauch als unbeschreibliches Verbrechen. Dann richtet er sich an die britische Politik. Religion korrigiere Vernunft, müsse Gesprächspartner sein, sagt der Papst in der Westminster Hall. Dann ruft Benedikt XVI bei Birmingham dazu auf, an Frieden und Versöhnung in der Welt zu arbeiten.
Viele meinen, bei seinem viertägigen Staatsbesuch in Großbritannien habe er sich klar von Atheismus und Säkularismus abgegrenzt; beides in in Großbritannien stark vertreten.
Viele fassen seine Worte auch als Entschuldigung auf: "Ich denke an das ungeheure Leiden, dass durch den Missbrauch von Kindern verursacht wurde, besonders wenn es in der Kirche durch ihre Diener geschah." Der Papst traf sich auch mit Menschen, die in ihrer Jugend von Kirchenmenschen missbraucht worden waren.
Das war gleich eine Sensation. Und das noch bei dem ersten Staatsbesuch eines Papstes bei den Briten!
Der Papst forderte, dass grade Länder, die großen Wert auf Toleranz legen, die Religion und das Christentum nicht immer mehr an den Rand drängen sollten. Es gäbe keine richtige Politik ohne den Glauben.
Man hörte, das die Botschaft des Papstes auch bei der britischen Staatskirche, der protestantischen Church of England gut ankamen.
Hintergrund: Die Anglikaner hatten sich unter König Heinrich VIII von Rom gelöst.
Benedikt XVI kann man es meiner Meinung nach hoch anrechen, dass er trotz Terroralarm gelassen und auf Gott vertrauend nach London gereist ist.
Der Papst scheint zu versuchen, einen Glaubensdialog zu beginnen, der in einer multikulturellen Gesellschaft unabdingbar ist.
Liebe Grüße,
Günther


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