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Mixa: Rücktritt vom Rücktritt?
Hallo zusammen,
ich habe gehört, dass Walter Mixa, 69 Jahre, seinen Rücktritt als Augsburger Bischof wieder infrage gestellt hat und damit für Irritationen in der Kirche gesorgt hat. Mixa habe wohl einer Zeitung erklärt, das Rücktrittsgesuch sei nicht vom ihm selbst verfasst und nur unter Druck unterschrieben worden. Drei Tage später habe er es in einem Schreiben an den Papst widerrufen.
Nun hat ihm der Vatikan wohl wenig Hoffnung auf Rücknahme seines Rücktritts gemacht. Der Sprecher des Vatikans, Lombardi, hat wohl mitgeteilt, dass der Papst Benedikt XVI Walter Mixa wohl empfangen werde, es aber nicht voraussehbar sei, dass die Annahme seines Rücktritts zur Diskussion gestellt werde.
Hm, was soll man davon halten?
Gruss
Marlies
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Mixa will um sein Bischof Amt prozessieren
Hallo,
also ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.
Nun hat es um den Rücktritt vom Rücktritt wohl auch Streit innerhalb der Bischofskonferenz gegeben. So war zu lesen, dass nach den Worten des Münchner Erzbischofs Rheinhard Marx die Behandlung Mixas in einer psychiatrischen Klinik ein wichtiger erster Schritt gewesen sei.
Mixa hat ja wohl kundgetan, dass sein Rücktritt unter dem Druck der Deutschen Bischofskonferenz zustandegekommen sei und insbesondere Marx und den Zollitsch, den Vorsitzenden der Bischofskonfernz angegriffen. Weihbischof Anton Losinger führt zur Zeit das Augsburger Bistum kommissarisch. Ihn hat Mixa noch schärfer attakiert. Wörtlich hat er wohl gesagt, der Druck, den die Amtsbrüder auf ihn ausübten, sei wie ein Fegefeuer gewesen.
Die Bischöfe Zollitsch, Marx und Losinger hatten wohl auch bei einer Papstaudienz Benedikt XVI darum gebeten, Mixas Rücktrittsgesuch schneller anzunehmen, als es sonst für Rücktrittsgesuche üblich sei.
Die Bischöfe haben meines Wissens öffentlich erklärt, dass für den Rücktritt Mixas allein die Vorwürfe entscheidend gewesen waren, dass Mixa als Stadtpfarrer in Schrobenhausen Heimkinder massiv verprügelt haben soll und dass Gelder der Schrobenhausener Waisenhausstiftung für teure Antiquitäten und Weine ausgegeben wurden. Ausschlaggebend sei gewesen, dass Mixa die Prügel-Vorwürfe zunächst wehement abgestritten habe, dann aber der Bildzeitung gegenüber doch Ohrfeigen eingeräumt habe.
Der Münchener Ordinatssprecher hatte am 16. Juni 2010 indirekt die Spekulationen um Mixas psychischen Probleme bestätigt.
Wie soll das weitergehen? Das Ansehen der Kirche wird meines Erachtens schwer geschädigt.
Grüße,
Sarah F.
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Provokation der Kirche und der Gläubigen
Hallo,
ich halte das Verhalten von Bischof emeritus Mixa für eine Provokation der Kirche und den Christen gegenüber. Insbesondere, was seine Drohung anbelangt, umd das Augsburger Bischofsamt zu prozessieren. Ich finde, sein nicht grade rühmliches Ende als Bischof hat er selbst zu verantworten. Er hat Kinder geschlagen und persönlichen Luxus mit Spenden finanziert. Und jetzt zeigt er nicht einmal Reue!
Er macht sich doch selbst lächerlich. Aber das wäre nicht ganz so tragisch, wenn er dadurch nicht seine Amtsbrüder in ein schlechtes Licht rücken würde. Das ist einfach skandalös.
Und nun will Mixa auch noch den Papst für sich gewinnen. Hat Mixa denn keine Angst, auch noch den kleinen Rest von Respekt zu verlieren, der ihm noch entgegengebracht wird??
Das war meine Meinung,
Barbara
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Vatikan sollte klären
Hallo ihr,
es scheint da kein Ende der Diskussion zu geben, was für die Kiche aber sehr wünschenswert wäre.
Angeblich gibt es nun ein Geheimdossier Mixa im Vatikan. Hierin sollen dem zurückgetretenen Bischof Alkoholkonsum und homosexuelle Belästigungen vorgeworfen werden. Der Vatikan will sich aber nicht dazu äußern. Von Lombardi, dem Sprecher des Vatikans, war nur zu hören, dass der Papst selbstverständlich seine Entscheidung zum Rücktritt Walter Mixas aufgrund von Informationen getroffen habe. Woher er diese bekommen habe, sei jedoch zweitrangig.
Das scheint mir nicht der richtige Weg von Vertrauensbildung in der Öffentlichkeit zu sein. So hat auch der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken den Vatikan aufgefordert, die Sache Mixa zu klären, um keine Legenden aufkeimen zu lassen.
Mixa wohnt offentsichtlich auch noch an seinem Bischofssitz, denn der Augsburger Diözesanrat hat Mixa aufgefordert, das Bistum zu verlassen und sich einen anderen Wohnsitz zu suchen.
Nach Zeitungsberichten war eine Geheimakte über Mixa Ende April 2010 von der Berliner Nuntiatur an den Papst übermittelt worden. Diese habe Papst Benedikt XVI bei seiner Entscheidung über das Rücktrittsgesuch des Bischofs vorgelegen.
Auch der Rechtsanwalt Mixas verlangte die Offenlegung der Quellen als Gebot des Rechtsstaates. In der Geheimakte soll Mixa als alkoholabhängig beschrieben sein und andere Zeugen hätten homosexuelle Übergriffe Mixas in den 90er Jahren geschildert.
Hier sollte so schnell wie möglich Klarheit geschaffen werden. Mixa schadet nicht nur sich, sondern der ganzen katholischen Kirche.
Viele Grüße,
Gabi
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Bischof Mixa gibt auf und bittet um Verzeihung
Hallo,
nun gibt es doch noch Entwarnung: Walter Mixa hat sich endgültig mit dem Verlust des Augsburger Bischofamtes abgefunden. Der 69jährige erklärte nun, dass er die Entscheidung des Vatikans akzeptiere und seinen Rücktritt nicht weiter infrage stellen wolle. Er will auch aus dem Bischofspalais ausziehen. Weiter sagte er, dass er der Einladung des Papstes zu einem Gespräch in Rom Anfang Juli 2010 nachkommen werde, dabei aber seinen Rücktritt und dessen Umstände nicht mehr hinterfragen wolle.
Das ging jetzt doch sehr schnell, nachdem die deutschen Bischöfe bei einem Treffen in Würzburg am 22.06.2010 bestätigt hatten, dass das sog. Mixa-Dossier für den Vatikan tatsächlich existiert und bereits im April 2010 nach Rom geschickt worden war.
Die Erklärung von Mixa beinhaltet u.a. folgende Punkte:
Der Einladung des Heiligen Vaters zu einem Gespräch in Rom will Bischof em. Dr. Mixa gerne nachkommen; sein Rücktritt und dessen Umstände wwerde hierbei nicht in Frage gestellt.
Weiter: Für den Druck, den er bei Unterzeichnung seines Rücktritts empfunden hat, macht Bischof em. Dr. Mixa niemanden verantwortlich und niemanden Vorwürfe.
In einer persönlichen erklärung bittet Mixa "um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe." "Dies tut mir von ganzem Herzen leid".
Stefan
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