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  1. #1
    Alexandra ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Kurzifix Urteil - Kreuze im Klassenzimmer

    Der Europäische Gerichtshof für Menschrechte hat Anfang November 2009 einer Klägerin Recht gegeben, die sich in Italien vereblich gegen das Kreuz in öffentlichen Schulen gewandt hatte.
    Dies hat nun zu Kritik beim Vatikan und bei der Deutschen Bischofskonferenz geführt. Aber auch die italienische Regierung zeigt sich über das Urteil gegen Kreuze in Klassenzimmern empört und will in Revision gehen.
    Sozialistische Politiker begrüßten das Urteil hingegen.
    Der Vatikan äußerte Erstaunen und Bedauern. Die Deutsche Bischofskonferenz wertet das Urteil als einseitig und als große Enttäuschung. Das Kreuz sei ja nicht nur ein religiöses Symbol, sondern auch ein kulturelles Zeichen. Das Urteil ignoriere die Bedeutung des Kreuzes in der italienischen Gesellschaft. Der Apostolische Nuntius in Deutschland erklärte, Europa scheine seine christlichen Wurzeln vergessen zu haben.
    Der Sekretär der Bischofskonferenz in Deutschland betonte, dass das Urteil auf Deutschland keine Auswirkungen habe. Er bezog sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das 1995 die in Bayern vorgeschriebene Anbringung von Kreuzen in Grundschulklassen untersagt hatte.

  2. #2
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    Standard Kruzifix

    Hallo,

    ich bin der Meinung, es geht bei den Kruzifix-Urteilen nicht um die Kirche als Institution, sondern um das Symbol unseres Glaubens und unserer Gesellschaft. Für diese Überzeugung sind viele Menschen beim Kampf gegen die Herrschaft der Nazis gestorben. In unser Gesellschaft nutzt man Neutralität oft zur Entschuldigung für mangelnde Bereitschaft, die Konsequenzen zu tragen. Toleranz wird zum Schutz derer, die sich nicht an Gesetze und Regeln halten. Nach der Devise: Nur keine Stellung beziehen, man könnte ja angegriffen werden. Wir setzen unsere kulturelle und nationale Identität als abendländisch geprägtes Europa aufs Spiel. Wir unterdrücken die eigenen Überzeugungen. Wir setzen die eigenen Regeln nicht mehr durch, unsere Gesetze weichen auf. So kommt es zur Staatenbildung im Staate, nicht zur Integration, sondern zu von Minderheiten selbst geschaffenen, abgeschlossenen Bereichen. Wir vergeben die Chance, jahrtausendalte Konflikte aufzuarbeiten und zu beseitigen, wenn wir tolerent zurückweichen uns sich die andere Seite einschließt.

    Viele Grüße,

    Günther

  3. #3
    Gast ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Kreuz als Symbol abendländischer Werte

    Man kann katholisch, modern, christlich und vielseitig interessiert sein und ein Kreuz um den Hals tragen, oder auch nicht. Man kann Kirchgänger sein oder auch nicht. Dennoch kann man sich fragen, ob es richtig ist, dass das Kreuz als Symbol christlicher und abendländischer Werte zugunsten mulitkultureller und antireligiöser Strömungen aufgegeben wird. Man lebt nun einmal im christlichen Abendland, wenn man Europäer ist.
    Man kann es nicht jedem Recht machen. Das wird nicht funktionieren. Die Entfernung des christlichen Symbols, kommt einem Untergang des Abendlandes gleich. Das Kruzifix hat weniger mit Religion asl mehr mit der Philosophie eines christlichen Handelns zu tun.
    Geht es weiter so, so wird irgendwann einmal die nationale Identität auf der Strecke bleiben.

    Marion

  4. #4
    Gast ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Das Grundgesetz verweist auf Gott

    In der Präambel des Grundgesetzes ist zu lesen: Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen hat das Deutsche Volk ... dieses Grundgesetz geschaffen. Wie ist da zu rechtfertigen, das Kruzifix etwa in den Gerichten durch das Bild des Bundespräsidenten zu ersetzen? Ist es nicht viel mehr als ein Entgegenkommen an die Nicht- oder Andersgläubigen, ist es eine Verabschiedung vom Geist, der das Grundgesetz schuf?
    Ich würde gerne wissen, was der Bundespräsident dazu sagt, wenn er die Stelle des Kreuzes nun mit einem Bild einnimmt.

    Das fragt sich,

    Gudrun

  5. #5
    sonnenschein ist offline Neuer Benutzer
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    Standard christliches Abendland???

    Also, ich empfinde es als Christin als Hohn, dass die Politiker Europas immer dann, wenn sie Angst vor anderen Religionen bekommen, plötzlich mit "christlichem Abendland" und "christlichen Werten" als Grundlage Europas kommen.
    Was moralische Vorstellungen betrifft, hat ein gläubiger Christ meistens mehr schnittmenge mit dem allgemeinen Moslem als mit dem allgemeinen säkularisierten EU-Bürger.
    Was Abtreibung undAsylpolitik betrifft, beruft sich KEIN Politiker auf christliche Werte, die besagen, dass man die Hungernden nähren und die Nackten kleiden soll und dass man Leben nicht vernichten darf...

    Nichts für ungut, aber dieses Argument ist einfach nicht tragfähig, wenn man es in dem einen Fall herauskramt und im anderen in der Schublade lässt. Bei einem Gottesdienstbesuch von 2-3% der Getauften kann man ebenfalls nicht von christlichem Land sprechen.

    Nichtsdestotrotz ist es traurig, dass Gott keinen Platz in unserem öffentlichen Leben haben soll. Das können wir auch so formulieren. Aber ob es ein christliches Abendland gibt oder nicht, hängt nicht an Kreuzen an Wänden, sondern an Kreuzen in Herzen...

    Gruß sonnenschein

  6. #6
    Joachim Datko ist offline Gesperrt
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    Standard

    Zitat Zitat von Alexandra Beitrag anzeigen
    Der Europäische Gerichtshof für Menschrechte hat Anfang November 2009 einer Klägerin Recht gegeben, die sich in Italien vereblich gegen das Kreuz in öffentlichen Schulen gewandt hatte.
    Dies hat nun zu Kritik beim Vatikan und bei der Deutschen Bischofskonferenz geführt. Aber auch die italienische Regierung zeigt sich über das Urteil gegen Kreuze in Klassenzimmern empört und will in Revision gehen.
    Sozialistische Politiker begrüßten das Urteil hingegen.
    Der Vatikan äußerte Erstaunen und Bedauern. Die Deutsche Bischofskonferenz wertet das Urteil als einseitig und als große Enttäuschung. Das Kreuz sei ja nicht nur ein religiöses Symbol, sondern auch ein kulturelles Zeichen. Das Urteil ignoriere die Bedeutung des Kreuzes in der italienischen Gesellschaft. Der Apostolische Nuntius in Deutschland erklärte, Europa scheine seine christlichen Wurzeln vergessen zu haben.
    Der Sekretär der Bischofskonferenz in Deutschland betonte, dass das Urteil auf Deutschland keine Auswirkungen habe. Er bezog sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das 1995 die in Bayern vorgeschriebene Anbringung von Kreuzen in Grundschulklassen untersagt hatte.
    ================================================== =====
    Ich fürchte, dass viele Menschen von der rk Kirche indoktriniert sind. Meiner Ansicht nach tragen die Christen "ihr" Kreuz wie ein Brett vor dem Kopf. Die Priester haben ihnen das Symbol von Kindheit auf eingeprägt.

    Siehe:
    http://www.summorum-pontificum.de/bi...apst_kreuz.jpg

    Joachim Datko, Regensburg

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