Das sollte man fast gar nicht für möglich halten: die Christen geraten weltweit in die Defensive. So werden über 200 Millionen Christen weltweit verfolgt, diskrimminiert oder in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt. Das wurde nun auf der Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) in Berlin öffentlich. Besonders im Nahen Osten sei die Christenverfolgung groß. Das Thema Religionsfreiheit nimmt dennoch nur einen geringen Stellenwert in der Politik ein.
Bundeskanzlerin Merkel besuchte den Evangelischen Arbeitskreis für Religionsfreiheit und warb für ein weltweites Eintreten für die Religionsfreiheit. Die Religionsfreiheit sei nicht eines von vielen Menschenrechten, sondern ohne die Religionsfreiheit seien auch die anderen Menschenrechte nicht denkbar. Die Menschenrechte hätten universielle Bedeutung und deswegen müsse sich Deutschland international in Krisengebieten für diese Rechte einsetzen.
Auf dem EAK wurde des weiteren herausgearbeitet, dass das Christentum mit zwei Milliarden Anhängern weltweit die größte Religion sei und deshalb auch die Zahl der Benachteiligungen hoch sei. Selbstverständlich litten auch andere Religionsgemeinschaften unter Diskriminierung. Christen seien nicht nur Opfer, sondern auch Täter.

Viele Grüße,

Burkhard