Die Bischofskonferenz hat sich kürzlich mit den Missbrauchsfällen und Entschädigungen befasst. In deer Diskussion um die Entschädigungszahlungen für Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche sieht der Essener Bischof die Kirche unter Zugzwang. Der öffentliche Erwartungsdruck steige. Er bedauere, dass Bischöfe und Ordensgemeinschaften nicht gemeinisam eine Lösung präsentierten.
Frühere Missbrauchsopfer an Jesuitenschulen wollen Entschädigungen von etwas mehr als 800.000 Euro pro Fall, wie sie vor Kurzem deutlich machten. Ein Sprecher der Opfer hatte das vorherige Angebot der Jesuiten über eine Summe im vierstelligen Bereich abgelehnt. Die Missbrauchsopfer wollen sich mit ihren Forderungen nun an die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) wenden.
Die Bischöfe haben ihre traditionelle Herbstvollversammlung in Fulda eröffnet. In den nächsten Tagen werden die 67 Bischöfe und Weihbischöfe aus den 27 Diözesen vor allem über das Thema Missbrauch diskutieren. Der Essener Bischof sagte, die Bischöfe arbeiteten an einem abgestimmten Vorgehen. Zahlungen aus Bistümern setzten ein gemeinsames Votum voraus.
In den vergangenen Monaten haben sich Tausende Hilfesuchende an die Hotline für Missbrauchsopfer gewendet. Von Ende März bis Mitte September seien 3149 Anrufe entgegengenommen worden, erklärte die DBK.
Viele Grüße,
Ludmilla


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