Nur zu ganz besonderen Zeiten wird eine Tür an der Peterskirche in Rom vom Papst mit drei Hammerschlägen geöffnet, nämlich in Heiligen Jahren. Letztes Mal war das Weihnachten 1999, zu Beginn des Heiligen Jahres 2000. Seinerzeit klopfte Papst Johannes Paul II mit einem Hammer an die Pforte.
Dieser Brauch geht auf das Jahr 1499 und Papst Alexander VI zurück. Der Gang durch die Heilige Pforte bedeutet symbolisch den Zugang zu Jesus Christus. Dieser hat gesagt: "Ich bin die Tür. Wenn einer durch mich hineingeht, wird er Heil erfahren: Er wird hineingehen und herausgehen und Weide finden." Das kann man im 10. Kapitel des Johannes-Evangelium nachlesen.
Pilger, die sich in Heiligen Jahren einen Sündenablass erhoffen betreten den Petersdom singend und betend durch die vom Papst geöffnete Tür. Im Mittelalter gab es alle 50 Jahre ein Heiliges Jahr, in dem ein besonderer Sündenablass möglich war. Heute hat sich der Abstand auf 25 Jahre verringert. Das bedeutet, dass bis Weihnachten 2024 der Durchgang also verschlossen bleibt. Wir können also noch rätseln, wer dann als Papst mit drei Hammerschlägen die prächtig geschmückte Pforte der Peterskirche öffnen wird.
Ich pilgere bereits dieses Jahr nach Rom, bis 2025 will ich mir keine Zeit lassen.![]()


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