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Klosterberufung
Hallo,
ich fühle mich berufen ins Kloster zu gehen und mein Leben ganz Gott zu weihen, mich ganz in seinen Dienst zu stellen. Dabei habe ich allerdings schwierigkeiten heraus zufinden wohin ER mich denn nun eigentlich beruft - ob denn nun ein kontemplatives oder ein tätiges Kloster meiner Berufung entspricht. Vielleicht gibt es ja hier noch andere Menschen die überlegen in eine Kloster einzutreten oder das selbe Problem haben wie ich. Gerne wüede ich mich darüber austauschen mit euch.
Lieben Gruß,
Daniela
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gottgeweihtes Leben
Liebe Schwester Daniela
Das Gott geweihte Leben ist die einzige statthafte Lebensform, weil wir Menschen ausschließlich nur hierfür geschaffen sind. Gerade deswegen ist es nicht nur das absolut Richtige sich Gott zu weihen, sondern es ist darüber hinaus auch noch eine Lebensweise, die durch keine andere Lebensweise ersetzt werden kann.
Da die Menschheit seit dem Sündenfall gottesfeindliche Wege geht, und jeder Mensch in diese Strömung hineingeboren wurde, hat die Sehnsucht "Dein Wille geschehe" mehr als eine Berechtigung. Außer einem Schritt in die richtige Richtung, gibt es keinen Schritt, der näher zu Gott führt. Nun ist es aber so, dass niemand sich in den Dienst Gottes stellen kann, ohne zu wissen, was Gott vorhat, das heißt ohne zu wissen was getan werden soll, und was nicht getan werden soll.
Als der Sprecher der Bergpredigt seinen Dienst auf Erden begann, wusste er genau, was es zu tun galt. Es war ihm von vornherein vollkommen klar, worum es ging, und wie das Endergebnis seiner Weihung aussieht, und er hat es nicht geheim gehalten.
Für Leute, die sich ernstlich in die Jesusnachfolge hineinwagen, gibt es kein zurück mehr, auch nicht zum Mitleid der gottlosen Masse. Der sich Gott weihende Mensch wagt es, sich ständig der Feindschaft seiner Mitmenschen auszusetzen. Gerade deswegen wurde empfohlen, sich zunächst in Ruhe hinzusetzen, und zu ermessen, ob man zur Jesusnachfolge die gebotene Entschlossenheit besitzt.
Jeder Gottgeweihte ist gleichzeitig auch echter Mönch bzw. echte Nonne, und somit Asket. Auf der Tür, die zum Reiche Gottes führt, steht geschrieben: "Bitte einzeln eintreten". Auch in einem Kloster kann man in Situationen geraten, in denen es gilt, unverstanden von allen, und mitunter sogar bekämpft von allen, entschieden und wohlwollend zu bleiben.
Vor allem ist zu prüfen, ob man auch fähig ist, aus jenem Kelch zu trinken, aus dem Jesus trank. Wird ein Eifriger das Opfer von Übermut, so geschieht dies weit ab vom Verständnis der Masse, da diese außerstande ist, da mitzufühlen. Dem Außenstehenden ist das Innenleben eines Heiligen mehr als fremd. Jeder einzelne Gottgeweihte durchläuft sein ganz persönliches Gethsemane und Golgatha, ohne dass es von irgend jemand auf Erden bemerkt wird.
Dennoch, nur das Joch des Herrn ist sanft und seine Last leicht. Alles andere ist mühsam. Mönche und Nonnen, die sagen, geweihtes Leben sei schwer, widersprechen nicht nur dem mutigen Nazarener, sondern sind darüber hinaus auch noch Niederreißer, die keinen Glauben haben.
in zeitgenössischer Verbundenheit
Suminoto
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Hallo Daniela,
es freut mich zu hören, dass du den Weg zu Gott in der Art und Weise gefunden hast, dass du in's Kloster gehst. Ich wünsch dir auf deinem neuen Lebensweg viel Erfolg ;-)
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