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Kapuzinerkloster in Werne seit 350 Jahren
Die Kapuziner sind eine Ordensgemeinschaft, die sich auf den Heiligen Franz von Assisi, der von 1182 bis 1226 lebte, beruft. Sie wurde 1525 als Reformbewegung des Franziskanerordens gegründet. Der wuchs zunächst in Italien, später in ganz Europa. Die Bezeichnung Kapuziner erhielten die Brüder wegen der Spitz-Kapuze. Dies war zu Beginn ein Spitzname, später jedoch der offizielle Name de neuen Ordens. Kapuziner gibt es heute in 99 Ländern Weltweit sind es 11.000 Brüder, die in mehr als 1800 Klöstern leben. In Deutschland gibt es zwei Provinzen der Kapuziner. In der Rheinisch-Westfälischen Provinz leben etwa 100 Brüder in 11 Klöstern. In der Kapuziner Provinz in Bayern leben etwa 70 Brüder. Der Lebensstil der Kapuziner ist gekennzeichnet durch Einfachheit, Volksnähe und einem brüderlichen Geist in den Häusern und den Tätigkeiten (so eine eigene Einschätzung).
Im nordrhein-westfälischen Städchen Werne in der Nähe von Dortmund besteht ein 350 Jahre altes Kapuziner-Kloster. Es ist das einzige Kapuzinerkloster in Deutschland, das seit seiner Gründung immer bewohnt war. Im Jahr 1659 kamen die Kapuziner nach Werne, weil die Stadt Seelsorger suchte. 14 Jahre später zogen die Brüder dann in das neu gebaute Kloster an der Stadtmauer ein. Dort leben heute noch fünf Brüder. Alle sind älter als 70 Jahre. Während der 350 Jahre bestand immer ein sehr gutes Verhältnis zur Bevölkerung der Stadt Werne. Selbst zur Zeit des Kulturkampfes standen die Werner zu ihren Kapuzinern. Das Kloster blieb auch lange Zeit von der Säkularisation verschont. 1803 wurde das Kloster zwar Staatseigentum und den Mönchen wurde mit dem Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 verboten, Novizen aufzunehmen. Dennoch blieben die Mönche im Kloster, selbst dann, als die unteren Etagen im Jahr 1834 zu einer Schule umfunktioniert wurden.
Heute arbeiten die Kapuziner in Werne vor allem in der Seelsorge. Sie feiern Gottesdienste in der eigenen Kirche und sind aushilfsweise auch an anderen Orten tätig. Sie bieten Exerzitien, Klosterführungen, Bibelgespräche und Meditation an.
Das Kloster ist auch als Pilgerherberge für die Pilger des Jakobswegs bekannt. Im sog. Pesthäuschen übernachten die Jakobspilger. Im Jahr 2008 waren es über 100.
Die Kapuziner sind ein Bettelorden und damit auf Spenden und ehrenamtliche Hilfe angewiesen.
Zum Klosterjubiläum wurde in der Werner Innenstadt gefeiert. Es wwurden Theaterszenen aufgeführt. Zudem gibt es eine Ausstellung im Stadtmuseum
Das Kloster hofft, dass es noch lange bestehen bleibt und dass neue Mönche nach Werne kommen.
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