Hallo,
in einem Zeitungsartikel war zu lesen, dass Hermann Wissmann (70) als Bildhauer aus dem Stamm einer absterbenden Platane, die einst vor dem Schloss Senden stand, den heiligen St. Jakobus geformt hat. Die zwei Meter große Statue soll künftig in der Nähe des Schlosses Westerwinkel bei Herbern den Pilgern den Weg nach Santiago de Compostela weisen.
Vor zwei Jahren wurde der Jakobsweg in Herbern im Münsterland eröffnet. Da entstand die Idee, ein Zeichen für diesen Weg zu machen. Den Bildhauer inspirierten auch ganz persönliche Erfahrungen mit dem Pilgertum. So war er in den 90er Jahren von Konstanz in Richtung Einsiedeln und Fribourg in der Schweiz gepilgert. Das Pilgern helfe, sich vom Alltag abzusetzen und Abstand zu gewinnen, sei aber auch mit Strapazen verbunden.
Die Skulptur vom Heiligen Jakobus ist ein Zeichen für Freud und Leid der menschen, die vorübergehen, so Wissmann. Man lege in der Regel viele Kilometer am Tag zurück und stoße dabei auf viele Probleme, auf körperlichen Schmerz. Und vielleicht gäbe Jakobus den Pilgern einen gewissen Trost.
Der Heilige Jakobus ist an seinen wesenseigenen Kennzeichen zu erkennen: dem Wanderstab, dem Gebetsbuch und der Jakobsmuschel am Hut. Der Bildhauer will sein Werk am Tag des Schutzheiligen, dem 25. Juli 2010 als Spende an den Heimatverein Herbern übergeben. Die zwei Meter große Skulptur soll dann in einem eigens geschaffenen Häuschen am Pilgerweg zwischen der Pfarrkirche St. Benedikt und Schloss Westerwinkel aufgestellt werden.
Grüße,
Heiko


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