Hallo,
es ist ja so, dass die Wallfahrt zum Jakobus Grab heute eine regelrechte Renaissance erlebt. Allerdings scheint das schon ein wenig widersprüchlich. Wir leben in einer säkularisierten Welt und Santiago ist ein spirituelles Ziel. Dennoch, immer mehr Menschen machen sich auf den Weg.
Ich habe diesen Jakobusweg in Spanien bereits einmal gemacht. Ich habe gesehen, dass der Camino entlang der Hauptstrassen verläuft, manchmal durch Wälder, über Weiden und durch Marschland. Aber man hat meistens keine Probleme, den Weg zu finden. Er ist mit gelben Pfeilen oder der Jakobsmuschel markiert. Markiert sind Bäume, Brücken, Steine und Tore. Dennoch muss man die Augen offen halten, denn vielerorts fehlen auch Markierungen, etwa an entscheidenden Kreuzungen.
Doch wer war dieser Jakobus? Wir werden das wohl nie genau wissen. Er wird ja dargestellt als weiser Apostel, als sanftmütiger Pilger und auch als starker Maurentöter. Aber das ist wohl auch nicht schlimm, denn jeder soll das Bild von ihm in sich tragen, dass er tragen möchte.
Oder?
Liebe Grüße,
Markus


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