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  1. #1
    Gast ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard Von Leon nach Ponferrada auf dem spanischen Jakobsweg

    Hallo liebes Pilgerforum!

    Ich möchte von Leon nach Ponferrada auf dem Jakobsweg pilgern. Ich bin ein Woche in Leon und hoffe, den Weg in einer Woche zu schaffen. Wer hat Tipps für diese Etappe des spanischen Jakobswegs für mich?

    Danke,

    Frank

  2. #2
    Uwe
    Uwe ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Der Jakobsweg von Leon nach Ponferrada

    Hallo Frank,

    da hast du dir wirklich eine "schöne" Etappe des spanischen Jakobsweges herausgesucht. Sie ist lang. Ich denke, wenn du nicht grade ein supertrainiertes Wandertalent bist, dann brauchst du fünf Tage zu Fuss. Hinter Leon wird der Pilgerweg allerdings erst einmal etwas unerfreulich, weil er 30 Kilometer parallel zur vielbefahrenen N-120, der Nationalstrasse, verläuft. Aber, wer von Leon nach Ponferrada will, der muss da durch. Natürlich gibt es auch erfreuliches zu sehen, etwa das moderne Marienheiligtum Virgen del Camino. Wenn man Glück hat, kann man auch Storchennester entdecken. Die gerade durchschrittene Etappe des Jakobswegs wird Paramo genannt. Das bedeutet übersetzt ödes Land. Ein passender Name, denn es geht durch eine flache, monotone Landschaft. Der Charakter der Pilgerfahrt ändert sich erst, wenn man fast Puente de Orbigo erreicht hat. Hier kommt man von der Nationalstasse weg und überquert eine wunderschjöne Jakobsweg-Brücke, die Puente de Orbigo mit Hosptal de Orbigo verbindet. Die Brücke ist 200 Meter lang und besteht aus 20 Bögen.
    Die nächste Station ist die kleine Stadt Astorga. Hier kann man eine Kathedrale bestaunen. Nun wird die Landschaft wirklich schön. Wenn man will, macht man einen kleinen Abstecher zum Dorf Castrillo de los Polvazares. Es wird auch das rote Dorf genannt, weil die Hauptstrasse aus Häusern mit rötlichen Bruchsteinfassaden besteht. Hinter Castrillo de los Polvazares führt der Jakobsweg durch eine Heidelandschaft. Man passiert die alten Dörfer Santa Catalina de Somoza und El Ganso. In der Ferne kann man dann schon die Montes de Leon ausmachen, eine Bergkette, auf die man geradewegs zusteuert. Der Weg führt immer wieder an Steineichenwäldern vorüber.
    Bald erreicht man Rabanal del Camino, ein Dorf auf einer Höhe von 1150 Metern. Das nächste Dorf ist Foncebadon. Es ist empfehlenswert, in einem dieser Dörfer zu nächtigen, damit man am nächsten Tag den Aufstieg zum 1504 Meter hohen Cruz de Ferro, dem Eisernen Kreuz, gut bewältigen kann.
    Hier oben ist es Pilgerbrauch am Kreuzstamm einen Stein hinzulegen. Dies ist seit alten Zeiten ein Symbol für das Ablegen von Sünden, Sorgen und allgemein einer Last.
    Man pilgert nun weiter über die Höhenzüge, dann geht es bergab zum Dorf Manjarin, das leider aus vielen Ruinen besteht. Wunderschön ist das Dorf El Acebo. Das Bergpanorama ist herrlich. Man erreicht den Ort Molinaseca mit seiner Brücke und muss nun noch die letzten 8 Kilometer bis nach Ponferrada hinter sich bringen.
    Geändert von Uwe (17.10.2009 um 11:01 Uhr)

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