Buddhistische Klöster

Infos auf dieser Seite:

Buddhistische Klöster

Buddha, der Stifter des buddhistischen Glaubens, war Zeit seines Lebens auf Wanderschaft. Die buddhistischen Mönche folgten seinem Beispiel - jedenfalls in der Anfangszeit des Buddhismus.


Wat Thepthidaram in Bankog

Die Mönche brauchten jedoch Unterkunft währen der Regenzeit, die ein Reisen stark beeinträchtigte. Gläubige spendeten also Grundstücke. Auf diesen errichteten die Mönche provisorische Unterkünfte für die Regenzeit. In späteren Zeiten wurden auch Gebäude gespendet, die außer dem Wohnbereich auch eine Halle für Versammlungen enthielten. Ein buddhistisches Kloster darf sich heute erst dann als solches bezeichnen, wenn es eine Versammlungshalle hat und einen Vorsteher, der vollordinierter Mönch ist.

Im Gegensatz zu christlichen Klöstern strebt ein buddhistisches Kloster nicht nach Selbstversorgung. Den Klöstern gehörte ursprünglich nicht einmal der Grund und Boden, auf dem sie gebaut worden waren. Die Mönche sammeln Almosen. Diejenigen, die geben, verhalten sich dadurch gottgefällig. Nur der Zen-Buddhismus (in Korea und Japan) erlaubt den Mönchen das Arbeiten und die zumindest teilweise Selbstversorgung. Aber auch hier werden Almosen angenommen, um diese Möglichkeit des gottgefälligen Verhaltens zu erhalten.

Ein geweihtes buddhistisches Kloster bleibt auf ewig ein Kloster und geweiht, selbst dann, wenn es verfallen und verlassen ist. Genau wie das geben von Almosen für das tägliche Leben der Mönche ist auch das Verschenken eine Grundstücks an die Mönche ein Opfer. Die Mönche können das Grundstück nicht mehr zurückgeben oder veräußern, weil dies das gute Werk des Opfergebers vernichten würde.
Wird ein Opfer, ein Almosen durch die Mönche abgelehnt, so ist dies eine Strafe, die einzige Strafe, die ein Mönch gegenüber einem Nicht-Mönch ausüben kann.

Das buddhistische Kloster ist Lebensraum, ein Ort der Stille mit der Möglichkeit, sich aus dem materiellen Leben zurückzuziehen, ein Platz des Lernens und Lehrens, eine Stätte für religiöse Versammlungen. In den Klöstern können Laien Opferhandlungen vornehmen; sie werden dort auch seelsorgerisch betreut. Sie können sich dort auch zeitlich befristet als Schüler und zur Meditation aufhalten.

Im Einflussbereich des Theravada-Buddhismus werden die Klöster "Wat" genannt, so in Kambodscha, Laos, Thailand und Myanmar.