Kloster

Das Thema Kloster ist nicht erst seit Umberto Ecos "Der Name der Rose" interessant. Klöster erlebten in Deutschland und Europa ihre Blütezeit im Mittelalter. Im Zuge der Reformation nach Martin Luther und der späteren Säkularisierung erfolgte ein Niedergang. Heute öffnen sich viele Ordenshäuser und suchen über Exerzitien, Kurse oder Ausstellungen den Kontakt zur Welt. – Bei uns finden Sie ein Verzeichnis aller Klöster in Deutschland, Europa und der Welt mir vielen Informationen zum jeweiligen Kloster.

Jakobsweg

Der Jakobsweg ist ein alter Pilgerweg, der durch ganz Europa leitet. Sein Herzstück verläuft als Camino Francés im Nord-Westen Spaniens bis nach Santiago der Compostela. In der dortigen Kathedrale ruhen die Gebeine des heiligen Apostels Jakobus, Schutzpatron aller Pilger. Eine Renaissance erlebte der Jakob Weg durch das Buch "Ich bin dann mal weg" des Künstlers Hape Kerkeling. Auch Deutschland, Frankreich und Portugal haben in jüngster Zeit an einer Restaurierung des Pilgerweges gearbeitet.

Orden

Der Orden (von lat. Ordo: Stand, Ordnung) ist die dem Kloster übergeordnete Organisationseinheit. Unter einer Ordensgemeinschaft versteht man eine durch eine Ordensregel verfasste Lebensgemeinschaft von Männern oder Frauen, die sich durch Ordensgelübde an ihre Lebensform binden und ein spirituelles Leben in Gemeinschaft führen, normalerweise in einem Kloster. Der an Mitgliederzahlen größte Orden in Deutschland sind die Benediktiner. Bekannte Orden sind daneben die Franziskaner, Dominikaner oder Kapuziner. Es gib viele weitere, die wir hier vorstellen.

Pilgerwege

Ein Pilgerweg führt die Pilger auf ihrer Fahrt zu heiligen Orten. Alle Weltreligionen haben ihre Pilgerwege und Pilgerorte. Bekannte Pilgerreisen führen nach Jerusalem, Rom, Santiago de Compostela, Lourdes, Einsiedeln oder zu Bergen, eine Quellen, Höhle oder anderen Heiligtümern. Pilgerwege haben oft Punkte der Besinnung für Gottesdienste oder Gebete. Der Jakobsweg mag der berühmteste Pilgerweg sein, wir zeigen ihnen jedoch auch unbekannte und stille Pilgerwege.

Klosterurlaub

Entspannen, sich erholen, wohl fühlen und der hektischen Alltagswelt entfliehen - das können Sie mit einem Urlaub im Kloster. Wir erklären alles wichtige, was Sie zum Thema Klosterurlaub in Deutschland, Österreich, Italien, Bayern oder anderen Orten wissen müssen. Eine Erholung im Kloster wird auch speziell für Frauen oder Familien angeboten. Das Spektrum reicht von der Stillen Teilhabe am Klosterleben bis hin zur Kursen, Ausflügen und sonstigen Veranstaltungen.

Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit bedeutet, in einem Kloster für einen begrenzten Zeitraum, der von einigen Tagen bis hin zu einigen Wochen dauern kann, in der Gemeinschaft der Brüder oder Schwestern des Ordens zu leben. Bekannt ist das Kloster auf Zeit auch unter der Bezeichnung Einkehrtage oder Einkehrwochen, denn es steht die innere Einkehr im Vordergrund. "Ich geh ins Kloster" - auf Zeit, so kann deshalb die die Devise lauten, um in der heutigen Zeit Ruhe und zu sich selbst finden.

Das Kloster auf Zeit gibt bei vielen Frauen- und Männerorden, etwa den Benediktinern und den Dominikanern. Gerade die Benediktiner geben der Gastfreundschaft traditionell einen hohen Stellenwert. So lautet die Benediktusregel : "Gäste sind wie Christus aufzunehmen. " Viele der Benediktinerklöster haben einen Mönch, dem eigens die geistliche Betreuung der Klostergäste obliegt.

Klostergärten und Klostermedizin

Lange Jahre wurde die medizinische Versorgung der Menschen durch die Heilkräuter der Klöster sichergestellt. Heute erlebt die Klostermedizin eine Renaissance - aber nicht nur sie, sondern auch die Klostergärten. Der Klostergarten hat seine Ursprünge im Mittelalter. Dort diente er als Nutzgarten zum Zweck monastischer Selbstversorgung. Später wandelte er sich zum christlichen Symbol und wurde Teil einer christlichen Weltanschauung. Er leistete einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Pflanzen- und Heilmittelkunde zur wissenschaftlichen Disziplin.

Die im Mittelalter wurzelnde Klostermedizin gründet sich vor allem auf der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie). Diese Bezeichnung entstand, weil seit dem Frühmittelalter die Hospitäler von den Klöstern betrieben wurden und es die Mönche und Nonnen waren, die grundlegende Kenntnisse zur Heilwirkung von Kräutern und Heilpflanzen besaßen. Die Klostermedizin fußte auf den Lehren von Galenos und Hippokrates und basierte insbesondere auf der Lehre von den Körpersäften, der Humoralpathologie. Klostermedizin heute ist somit wissenschaftlich eine Bezeichnung für eine Epoche der Medizingeschichte. Gemeinhin wird der Begriff Klostermedizin aber als Synonym für alternative Heilverfahren verwendet, insbesondere für die so genannte Hildegard-Medizin.

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