Kloster

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Das Thema Kloster ist nicht erst seit Umberto Ecos "Der Name der Rose" interessant. Klöster erlebten in Deutschland und Europa ihre Blütezeit im Mittelalter. Im Zuge der Reformation nach Martin Luther und der späteren Säkularisierung erfolgte ein Niedergang. Heute öffnen sich viele Ordenshäuser und suchen über Exerzitien, Kurse oder Ausstellungen den Kontakt zur Welt. – Bei uns finden Sie ein Verzeichnis aller Klöster in Deutschland, Europa und der Welt mir vielen Informationen zum jeweiligen Kloster.

Sprachliche Wurzeln

Die Bezeichnung Kloster leitet sich vom lateinischen Begriff claustrum ab. Das bedeutet verschlossener Ort. Im Laufe der Jahrhunderte belegte man mit dem Begriff claustrum vor allem den für die abendländische Klosterarchitektur charakteristische, im Deutschen Kreuzgang geheißenen Innenhof eines Klosters. Das englische Wort für Kloster ist cloister, das französischen cloître, das italienische chiostro, das spanischen claustro und das Polnischen klasztor.


Kloster Cluny

Kloster klassisch

Klöster im klassischen Sinn werden durch die monastische Lebensform charakterisiert. Der Mönch oder die Nonne sind für ihr ganzes Leben an das Kloster bzw. den Orden, der sie aufgenommen hat, gebunden. Das Leben im Kloster erschließt sich durch gemeinschaftliche Gebete, durch das Gebet in der Stille, durch Kontemplation und nicht zuletzt durch Abgeschiedenheit von der Welt. Körperliche Arbeit, geistiges und geistliches Studium gestalten ebenfalls die Lebensform im Kloster.

Orden

Im Westen ist ein Kloster im Normalfall einem Orden untergeordnet. Der Orden (von lat. Ordo: Stand, Ordnung) ist also die dem Kloster übergeordnete Organisationseinheit. In der Ostkirche sind Klöster wesentlich autonomer als im Westen. Unter einer Ordensgemeinschaft versteht man eine durch eine Ordensregel verfasste Lebensgemeinschaft von Männern oder Frauen, die sich durch Ordensgelübde an ihre Lebensform binden und ein spirituelles Leben in Gemeinschaft führen, normalerweise in einem Kloster.Die Ordensregeln bestimmen das Leben im Kloster. Monastische Ordensgemeinschaften, die -in Klöstern leben, also klausuriert, sind die beispielsweise die Benediktiner und Benediktinerinnen, die Zisterzienser und Zisterzienserinnen) oder die Trappisten oder Trappistinnen. Daneben gibt es Ordensgemeinschaften, deren Mitglieder nicht ausschließlich in Klöstern leben und kein streng monastisches Leben führen. Anzuführen sind etwa die Bettelorden (z. B. Franziskaner) oder die Regularkanoniker (z. B. Prämonstratenser). Der an Mitgliederzahlen größte Orden in Deutschland sind die Benediktiner. Bekannte Orden sind daneben die Franziskaner, Dominikaner oder Kapuziner. Es gib viele weitere, die wir auf unseren Seiten vorstellen.

Kloster der Ostkirche


Kloster der Ostkirche

. Sie können ganz selbstständig sein oder zu losen Verbänden zusammengeschlossen sein. Dort gibt es aber keine Orden oder klösterlichen Kongregationen wie wir sie hier in Westeuropa kennen. Die östlichen Klöster nehmen aber im religiösen und kirchlichen Leben der orthodoxen Kirchen eine gewichtige Stellung ein. So rekrutiert sich das gesamte Führungspersonal der Ostkirche aus dem Mönchtum.

Klosterurlaub

Entspannen, sich erholen, wohl fühlen und der hektischen Alltagswelt entfliehen - das können Sie mit einem Urlaub im Kloster. Wir erklären alles wichtige, was Sie zum Thema Klosterurlaub in Deutschland, Österreich, Italien, Bayern oder anderen Orten wissen müssen. Ein Urlaub im Kloster wird auch speziell für Frauen oder Familien angeboten. Das Spektrum reicht von der Stillen Teilhabe am Klosterleben bis hin zur Kursen, Ausflügen und sonstigen Veranstaltungen.

Näheres hier: Urlaub im Kloster

Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit bedeutet, in einem Kloster für einen begrenzten Zeitraum, der von einigen Tagen bis hin zu einigen Wochen dauern kann, in der Gemeinschaft der Brüder oder Schwestern des Ordens zu leben. Bekannt ist das Kloster auf Zeit auch unter der Bezeichnung Einkehrtage oder Einkehrwochen, denn es steht die innere Einkehr im Vordergrund. "Ich geh ins Kloster" - auf Zeit, so kann deshalb die die Devise lauten, um in der heutigen Zeit Ruhe und zu sich selbst finden.

Das Kloster auf Zeit gibt bei vielen Frauen- und Männerorden, etwa den Benediktinern und den Dominikanern. Gerade die Benediktiner geben der Gastfreundschaft traditionell einen hohen Stellenwert. So lautet die Benediktusregel : "Gäste sind wie Christus aufzunehmen. " Viele der Benediktinerklöster haben einen Mönch, dem eigens die geistliche Betreuung der Klostergäste obliegt.

Klostergarten und Klostermedizin

Lange Jahre wurde die medizinische Versorgung der Menschen durch die Heilkräuter der Klöster sichergestellt. Heute erlebt die Klostermedizin eine Renaissance - aber nicht nur sie, sondern auch die Klostergärten. Der Klostergarten hat seine Ursprünge im Mittelalter. Dort diente er als Nutzgarten zum Zweck monastischer Selbstversorgung. Später wandelte er sich zum christlichen Symbol und wurde Teil einer christlichen Weltanschauung. Er leistete einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Pflanzen- und Heilmittelkunde zur wissenschaftlichen Disziplin.

Die im Mittelalter wurzelnde Klostermedizin gründet sich vor allem auf der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie). Diese Bezeichnung entstand, weil seit dem Frühmittelalter die Hospitäler von den Klöstern betrieben wurden und es die Mönche und Nonnen waren, die grundlegende Kenntnisse zur Heilwirkung von Kräutern und Heilpflanzen besaßen. Die Klostermedizin fußte auf den Lehren von Galenos und Hippokrates und basierte insbesondere auf der Lehre von den Körpersäften, der Humoralpathologie. Klostermedizin heute ist somit wissenschaftlich eine Bezeichnung für eine Epoche der Medizingeschichte. Gemeinhin wird der Begriff Klostermedizin aber als Synonym für alternative Heilverfahren verwendet, insbesondere für die so genannte Hildegard-Medizin.